Die beiden grossen unabhängigen Vermögensverwalter Pleion und Probus sind aufeinander zugegangen und bilden nun ein einziges Unternehmen, das eine Vermögenssumme von 4 Milliarden Franken verwaltet und 13 Büros in der Schweiz und dem Ausland unterhält. Die Komplementaritäten sind offensichtlich: Auf der einen Seite bietet Pleion Leistungen in den Bereichen Family Office, Vorsorge und Corporate Finance, und auf der anderen stellt Probus Asset-Management-Kompetenzen und Nischenfonds bereit. Patrick Héritier beleuchtet diese Annäherung und ihre verschiedenen Etappen.

 

Wie verlief die Annäherung zwischen Pleion und Probus, zwei Unternehmen, die 1980 resp. 1984 gegründet wurden?
Patrick Héritier: Die ersten Kontakte zwischen Antoine Darioli, dem Mehrheitsaktionär von Pleion, und Georges de Preux, dem Präsidenten von Probus, fanden vor drei Jahren statt. Bei diesem ersten Treffen in Monaco war ihnen schnell klar, wie sinnvoll eine potenzielle Fusion wäre, sodass sie gleich eine strategische Annäherung ins Auge fassten. Nach dreijährigen Verhandlungen unterzeichneten unseren beiden Unternehmen sodann einen Fusionsvertrag. Nachdem Antoine Darioli und Georges de Preux gemeinsam, ohne Unterstützung durch M&A-Berater, die Bedingungen für die Annäherung festgelegt hatten, haben sie miteinander entschieden, die gleiche Anwaltskanzlei zu beauftragen.

„Durch die Fusion verfügen die beiden Mitglieder der neuen Gruppe über die notwendigen Mittel für ihre Ambitionen.“

Welche Identität wird die neue Gruppe haben?
Die Unternehmen der beiden Gruppen gehen in die Probus Holding über. Im zweiten Schritt werden ihre schweizerischen Vermögensverwaltungsgesellschaften unter dem Firmennamen Pleion fusionieren. Alle ausländischen Vermögensverwaltungsfirmen für Privat- undinstitutionelle Kunden oder Investmentfonds werden zunächst in ihrer jeweiligen Form und unter ihren bisherigen Firmennamen weitergeführt. Probus Advisory und Probus Trustees setzen ihre Geschäfte in den Bereichen Finanzplanung resp. Trusts fort.

 

Wie werden die jeweiligen Stärken zusammengefasst, um Synergien zu erzeugen?
Es geht eher um Komplementaritäten als um Synergien. Aus historischer Sicht waren beide Gruppen stets bestrebt, den Kunden in den Mittelpunkt ihres Produktund Dienstleistungsangebots zu stellen. Die Pleion-Gruppe wird in diesem Zusammenhang ihre Infrastruktur ausbauen, indem insbesondere die Entwicklung eigener IT-Tools hinzukommt. Ziel ist, Family-Office-Dienstleistungen anzubieten. Pleion setzt nun auch verstärkt auf Kundennähe und hat zu diesem Zweck zuletzt drei neue Filialen in der Schweiz eröffnet. Insgesamt verfügt das Unternehmen
nun schweizweit über sechs Büros.

Probus zeichnet sich durch Asset-Management- Kompetenzen aus. Die Gruppe hat eine eigene quantitative Methodik für die Aktienauswahl entwickelt. Ihre Nischenfonds werden von Teams verwaltet, die in ihren Gesamt-Anlageprozess integriert sind. Ihre weltweite Präsenz, unter anderem in Dubai, ist ein Schlüsselfaktor der zukünftigen Konzernstrategie.

„Ein weiteres Ergebnis dieser Fusion ist eine Diversifizierung der Kunden der Gruppe. Die meisten Kunden von Pleion sind Schweizer oder in der Schweiz ansässig, während Probus eher internationale Kunden mit Sitz in Europa und dem Nahen Osten hat.“

Neben Dubai hat Probus auch Niederlassungen in Genf, Moskau und in Asien. Pleion wiederum ist in Genf, Nyon, Sitten, Verbier, Bern, Zürich, Monaco, Mauritius und Luxemburg präsent. Hatten Sie vor, die internationale Expansion fortzusetzen?
Pleion wollte schon lange ein Büro in Dubai eröffnen. Probus wiederum setzte auf die lokale Expansion in der Schweiz und eine Neuausrichtung in Luxemburg. Allerdings unterlagen beide Gruppen zahlreichen Zwängen: Die Kosten ihrer Vorhaben waren hoch und die Verfahren für den Erhalt von Lizenzen langwierig; zudem war es schwierig, Mitarbeiter mit echten Fachkompetenzen zu gewinnen. Durch die Fusion verfügen die beiden Mitglieder der neuen Gruppe über die notwendigen Mittel für ihre Ambitionen, und sie können eine konkrete
geografische Expansionsstrategie umsetzen. Ihre Netzwerke und ihre Tätigkeitsbereiche ergänzen sich perfekt.

Ein weiteres Ergebnis dieser Fusion ist eine Diversifizierung der Kunden der Gruppe.

Die meisten Kunden von Pleion sind Schweizer oder in der Schweiz ansässig, während Probus eher internationale Kunden mit Sitz in Europa und dem Nahen Osten hat.

Die Schweiz wird mit Sicherheit ein Entwicklungsschwerpunkt bleiben. Die Gruppe möchte dank ihrer aktiven Präsenz vor Ort die engen Verbindungen mit ihren Kunden fortsetzen und verstärken. 2020 ist Pleions verwaltetes Vermögen in der Schweiz um 100 Millionen Franken gestiegen. Auf diesem Markt sind neue Kunden zur Gruppe gestossen, die sich in einer schwierigen Phase womöglich von ihren bisherigen Vermögensverwaltern vernachlässigt gefühlt haben.

„Die Margen auf das verwaltete Vermögen sind seit 15 Jahren unter Druck. Eine kritische Grösse zu erreichen, ist für uns ein Weg hin zur Realität des Marktes.“

Erlaubt die Fusion Pleion, sich neu zu erfinden, nachdem man das «Offshoring» der europäischen Kunden in den Jahren 1980, 1990 und 2000 erlebt hat?
Auf jeden Fall! Die Fusion zeigt, dass man sich neu erfindet. Die Margen auf das verwalteten Vermögen sind seit 15 Jahren unter Druck. Eine kritische Grösse zu erreichen, ist für uns ein Weg
hin zur Realität des Marktes. 4 Milliarden Franken an verwaltetem Vermögen, 200 Mitarbeiter, 13 Büros in der Schweiz und dem Ausland: Das bedeutet, dass wir, um einen Ausdruck aus der Sportwelt aufzugreifen, einen Gang höher schalten, um neue Herausforderungen anzugehen.

Pleion hat aber bereits vor der Fusion begonnen, sich neu zu erfinden. 2019 haben wir von der FINMA die Zulassung als Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen erhalten. Ausserdem haben wir unser Family-Office-Angebot ausgebaut, indem wir massiv in unsere IT-Abteilung investiert haben. Damit konnten wir intern Konsolidierungstools entwickeln, die die spezifischen
Anforderungen unserer Kunden erfüllen. Ebenso bieten wir Personen und Unternehmen Unterstützung beim Umzug in mehr als zehn Länder an. Diese Unterstützung, die mit den Dienstleistungen eines Family Office vergleichbar ist, geht weit über den Erwerb einer Aufenthaltsgenehmigung hinaus und umfasst beispielsweise die Suche nach Immobilien, Personal oder einer Schule für die Kinder sowie multidisziplinäre globale Unterstützung bei der Niederlassung in einem anderen Land.

Ausserdem erfinden wir uns neu, indem wir den Vertrieb unseres Vorsorgeangebots umstellen. Wir haben begonnen, unser Know-how in der institutionellen Vermögensverwaltung und dem schweizerischen Vorsorgesystem weiterzugeben. Im Ausland zählen bereits manche «Big Four» sowie Pensionskassen von börsenkotierten Gesellschaften zu unseren Kunden.

Um den Anforderungen unserer UHNWKunden nachzukommen, haben wir darüber hinaus ein Angebot an dedizierten Fonds für verschiedene Länder aufgebaut. Auch das Corporate-Finance-Geschäft fügt sich nahtlos in unser Wertesystem ein. Sein Schwerpunkt liegt zurzeit auf der Emission von zumeist börsenkotierten Schuldverschreibungen. In Mauritius haben wir die ersten börsenkotierten Obligationen ohne Unterstützung durch Banken emittiert und gerade erst die bisher grösste Emission von Obligationsanleihen des Landes abgeschlossen. Ein Angebot im Bereich «Green Bonds» ist in Vorbereitung.

 

Was würden Sie Verwaltungsgesellschaften raten, die fusionieren wollen?
Ich habe nur einen Ratschlag für Verwalter, die eine Fusion planen: Hören Sie aufeinanderzu und nehmen Sie sich Zeit. Fusionen scheitern oft daran, dass das Ego der jeweiligen Führungskräfte einfach zu gross ist. Das musste ich selbst erfahren, als die Fusion zwischen Swissair, SAS und KLM nicht zustande kam, obwohl man sich über die Notwendigkeit dieser Allianz einig war.

 

Auf dem Genfer Finanzplatz entsteht ein internationaler Vermögensverwalter mit rund 4 Milliarden Franken Kundengeldern. Der Tod eines Hauptaktionärs ändert nichts an den Plänen.

Der Genfer Vermögensverwalter Pleion fusioniert mit Probus, einem ebenfalls in Genf ansässigen international tätigen Finanzinstitut. Gemeinsam würden die Erfolgschancen in einem zunehmnd regulierten Umfeld steigen, teilte Pleion am Dienstag mit.

Familie für Fusion

Die Genehmigung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) vorausgesetzt, entsteht so eine Vermögensverwaltungs-Holding, die rund 4 Milliarden Franken Kundengelder kontrolliert und über 200 Angestellte hat. Davon seien 60 in Genf beschäftigt. Pleion und Probus würden aufgrund ihrer Werte und Historie sehr gut zusammenpassen, hiess es weiter.

Als CEO von Pleion, das Unternehmen wurde 1980 gegründet, amtet Patrick Héritier, der zusammen mit Antoine Darioli auch Besitzer ist. Probus, gegründet 1984 und mit Niederlassungen in Dubai, Moskau und Bangkok, gehört der Familie um George de Preux sowie Bernard Bonvin. Die neue Gruppe werde somit vier Hauptaktionäre haben. De Preux ist erst kürzlich verstorben, doch will die Familie die Fusion durchführen.

Expansionskurs

Geplant ist, dass die Probus Group die Holding-Struktur liefert und unter ihr sich die Einheiten der beiden Vermögensverwalter gruppieren. In der Schweiz wird das Wealth Management von Pleion die Probus Compagnie absorbieren; auch dies muss von der Finma noch bewilligt werden.

Pleion ist unter der Leitung von Héritier auf einem strammen Expansionskurs. Der frühere UBS-Banker stiess im Jahr 2017 zum Unternehmen, das damals noch Plurigestion hiess. Seither hat Pleion unter anderem nach Zürich und nach Monaco expandiert.

 

Genfer Vermögensverwalter Pleion fusioniert (finews.ch)

 

PLEION logo

 

A new leader among Swiss wealth managers is born:
PLEION and PROBUS announce their merger.

Sharing the same values and perfectly complementary, PLEION and PROBUS have filed a request for authorisation to proceed with their merger which will bring the newly formed independent Group to around CHF 4 billion of assets under management and 200 employees worldwide, including 60 in Switzerland. Patrick Héritier, currently CEO of PLEION, will take over the management of the new entity in Switzerland, subject to approval by FINMA.

When the two founders and main shareholders of PLEION and PROBUS first met in 2018, it was a simple discussion around a tactical opportunity in Monaco. But Antoine Darioli (PLEION) and Georges de Preux (PROBUS) immediately discovered common values and the same intuition about the exceptional complementarity between their companies and the common future potential.

Both companies have built on four decades of experience in wealth management (PLEION was founded in 1980, PROBUS in 1984) and have developed complementary skills. PLEION is very close to its clients based in Switzerland thanks to its six Swiss offices, a strong expertise in certain asset classes, an IT infrastructure and in-house development of proprietary applications. For its part, PROBUS has developed internationally with, in addition to its headquarters in Geneva, entities in Dubai, Moscow and Bangkok, proven expertise in emerging markets, fund management and private structuring (trusts, estate planning). Between excellence (PLEION in Greek) and integrity (PROBUS in Latin), the new Group's clients will benefit from a proven, efficient and broad spectrum of investment solutions from the outset.

To support this vision, the historical holding company of the PROBUS Group will become the umbrella company of the two groups and will bring together the entities at a global level, including in Switzerland the wealth management company PLEION SA (which will absorb Probus Compagnie S.A., again subject to FINMA approval), the consulting company Probus Advisory S.A. and Probus Trustees S.A. It will have four main shareholders; Georges de Preux and Bernard Bonvin, from PROBUS, and Antoine Darioli and Patrick Héritier, from PLEION, and will be administered by a board represented by them, whose essential function will be to supervise the orientation and development of the future group in Switzerland and abroad.

This joining forces on an equal basis will give the new Group the best possible chance of success, in an increasingly regulated environment.

The merger of PLEION and PROBUS, with its combined assets under management of nearly CHF 4 billion, will create a new leader in wealth management both in Switzerland and internationally.

The transaction remains subject to the approval of FINMA and other competent regulators.

 

About the new entity :

All group companies will be brought together under the current Swiss holding company Probus Holding SA, while the wealth management company Probus Compagnie SA will be merged into PLEION SA. With over 200 employees, including 60 in Switzerland, the Group will have six offices in Switzerland in Geneva, Bern, Nyon, Sion, Verbier and Zurich, as well as an extensive international presence in Bangkok, Dubai, Luxembourg, Mauritius, Monaco and Moscow through group entities. With nearly CHF 4 billion in assets under management, the Group is a new leader in wealth management in Switzerland and internationally.

Die Vermögensverwaltungs-Gruppe PLEION hat die ehemaligen Büros einer Schweizer Privatbank in einem bekannten Skiort übernommen und baut damit ihre physische Präsenz an Orten mit einer hohen Dichte an wohlhabenden Kunden aus, wie finews.ch erfahren hat.

Seit diesem Monat ist der Schweizer Vermögensverwalter PLEION mit einer Geschäftsstelle im Walliser Skiort Verbier vertreten, wie finews.ch in Erfahrung bringen konnte. Er hat dabei die ehemaligen Büroräumen der Lausanner Bank Landolt übernommen, die 2020 von der deutsch-französischen Finanzgruppe Oddo BHF aufgekauft wurde, wie auch finews.ch berichtete.

Für die Leitung des Büros hat PLEION den Walliser Bankfachmann Serge Dorsaz ernannt. Er erhält Unterstützung durch Carine Perraudin, wie weiter zu erfahren war. Sie arbeiteten zuvor bei der Walliser Kantonalbank respektive bei der Genfer Finanzboutique  Bruellan.

 

Expansion im In- und Ausland

PLEION blickt auf eine mittlerweile 40-jährige Firmengeschichte zurück und hat in den vergangenen Jahren sowohl international (Monaco) als auch national (Bern und Zürich) expandiert. Ausserdem ist das in Genf domizilierte Unternehmen auch noch in Bern, Nyon und Sitten präsent.

«Selbst wenn die Corona-Pandemie unsere Arbeitsweise verändert hat, indem wir nun vermehrt virtuelle Beziehungen zu unseren Kunden unterhalten, bin ich davon überzeugt, dass eine physische Präsenz unerlässlich ist, um die Kundschaft optimal zu bedienen und eine vertrauensvolle Beziehung zu pflegen», sagte Patrick Héritier, CEO der Gruppe.

PLEION hat Sandro Steiner zum Chef des neu eröffneten Zürcher Büros ernannt, wie das Unternehmen gegenüber finews.ch bestätigte. Der Neuzugang war während der letzten sechs Jahre bei der UBS für superreiche Kunden aus Schwellenländern zuständig, welche in Grossbritannien den sogenannten «resident non-domiciled» Status haben.

Der neue Zürich-Chef von PLEION hat bei seiner letzten Arbeitgeberin zudem eine Abteilung aufgebaut, die Kunden bei internationalen Umzügen hilft. Bereits vor Steiners Wechsel auf Anfang dieses Monats hat Mark Staudenmann bei PLEION als stellvertretender Leiter des Büros in der Limmatstadt angefangen.

Staudenmann war 26 Jahre bei der UBS, wo er zuletzt als erfahrener Kundenberater für asiatische Kunden zuständig war. Er hat zudem über mehrere Jahre in Hongkong den Desk der UBS für internationale Kunden aus der Region geleitet.

Ambitionierte Ziele

PLEION -CEO Patrick Heritier hat das Zürcher Büro letzten Monat eröffnet und will vom neuen Standort aus neben Schweizer Kunden namentlich auch solche aus Asien betreuen, wie er gegenüber finews.ch bereits sagte. Er will mit dem Zürcher Büro zudem auf mehr als 1 Milliarde Franken Kundengelder aus der Deutschschweiz kommen.

Mit diesen Ambitionen is Heritier nicht allein: Auch die Genfer Privatbanken Mirabaud, Lombard Odier und Pictet haben in Zürich jüngst aufgerüstet. Um angesichts dieser übermächtigen Konkurrenz bestehen zu können, zieht PLEION auch Übernahmen in Betracht, wie Heritier schon im Frühling sagte.

PLEION eröffnet ein Büro in Zürich und will von diesem Standort aus neben Schweizern besonders mit Kunden aus Asien wachsen, wie Patrick Héritier, der Chef des Unterehmens, zu finews.ch sagte. Dank dem zusätzlichen Standort sollen die verwalteten Vermögen in der Deutschschweiz auf mehr als 1 Milliarde Franken steigen, sagte er weiter.

Der weitere Vorstoss über den Röstigraben – ein Berner Büro gibt es schon seit letztem Jahr – erhofft sich der Vermögensverwalter weiteres Wachstum. Im April sagte Héritier, er wolle bis Ende dieses Jahres von damals 1,5 Milliarden Franken auf über 2 Milliarden Franken kommen, wobei auch Übernahmen eine Option seien.

UBS-Veteran an Bord
In Zürich hat der ehemalige Kampfjet-Pilot bereits zwei Leute unter Vertrag genommen und sucht noch weitere. Letzten Monat holte er ausserdem Marc Wagner in den Verwaltungsrat, einen UBS-Veteranen mit Fokus auf Superreiche.

«Eine geteilte Vision und dass es kulturell passt, sind für uns im Anstellungsprozess zentral», sagte Héritier. «Unser Plan ist, in fünf Jahren eine Deutschschweizer Organisation zu haben, die derjenigen in der Westschweiz ebenbürtig ist. Wir wollen wachsen und momentan ist das Interesse so gross, dass dieses Wachstum sogar schneller sein könnte, als ursprünglich erhofft.»

Raketenstart in Monaco
Héritier, selbst ein Veteran der Schweizer Banken UBS und Julius Bär, hat bei Pleion vor zweieinhalb Jahren die Leitung übernommen und ist seitdem auf Expansionskurs. Neben dem weiteren Ausbau in der Deutschschweiz hat das Unternehmen dieses Jahr bereits eine Niederlassung in Monaco eröffnet, wo man mit zehn Leuten bis Mitte 2020 profitabel werden will.

 

https://www.finews.ch/news/banken/38550-pleion-marc-wagner-patrick-heritier-zuerich-bern-genf-asset-management-eroeffnung

Der frühere Kampfpilot und UBS-Banker Patrick Héritier merkte erst spät, dass er Unternehmer ist. Nun hat er mit dem Schweizer Vermögensverwalter Pleion im In- und Ausland grosse Pläne, wie er im Interview mit finews.ch erklärt.

Patrick Héritier, Sie sind ein Veteran im Private Banking, der früher für die UBS und Julius Bär tätig war. Warum hat es Sie zu einem unabhängigen Vermögensverwalter verschlagen?
Ich habe fast 50 Jahre gebraucht um zu merken, dass ich ein Unternehmer bin. Keiner der unabhängigen Vermögensverwalter, die ich davor getroffen hatte, hatte eine Vision oder eine Strategie, die ich hätte teilen können. Ich wollte nicht hören, dass ich mit weniger Arbeit mehr verdienen könnte – dafür bin ich zu jung.

Ich will nicht für ein Unternehmen arbeiten, dessen Werte ich nicht Teile. Ich befinde mich in der privilegierten Situation, auswählen zu können, darum habe ich mich für Pleion entschieden.

Seither ist das Unternehmen im Aufwind. Was ist Ihre Strategie?
Wir wollen wachsen – in der Schweiz, in der EU, ebenso im Resten der Welt. Wir stellen Kundenberater von Banken ein oder solche, die als unabhängige Vermögensverwalter tätig waren.

Fangen wir mit Ihrem Plan für die Schweiz an. Was läuft da?
Zürich und die Deutschschweiz sind für uns strategisch wichtig. Wir sind das ideale Unternehmen für Schweizer Kunden mit internationalen Plänen, und Zürich ist für diese zentral.
Osteuropa, grosse Teile des Nahost-Geschäfts und viele nordeuropäische Kunden sollen ebenfalls von Zürich aus betreut werden.

Sie haben bereits letztes Jahr eine Niederlassung in Bern eröffnet. Werden Sie noch 2019 noch bis nach Zürich vorstossen?
Für solche strategische Initiativen braucht man die richtigen Leute. Man kann das nicht erzwingen. Als ehemaliger Kampfpilot sage ich immer, dass man sehr geduldig sein muss. Wenn es dann allerdings passt, muss man den Nachbrenner zünden.

Auch in Monaco hat Pleion jüngst ein Büro mit zehn Leuten eröffnet. Was haben Sie darüber hinaus für Pläne in Europa?
Wir würden gern die Mehrheit an einer Firma in Luxemburg mit einer Fondsmanager-Lizenz und einem EU-Pass für die Vermögensverwaltung übernehmen. Zur Zeit warten wir auf eine entsprechende Antwort von der CSSF, dem Finanzregulator in Luxemburg.

Sind die Ressourcen von Pleion aufgrund der Grösse des Unternehmens nicht etwas beschränkt?

Ich setze auf Zusammenarbeit. Wir wollen der ASV (Allianz Schweizer Vermögensveralter) beitreten, weil ich glaube, dass wir damit wirklich eine grosse Veränderung unserer Beziehung zu den Banken erreichen können.

Unser Kunden würden davon profitieren: Wir können bei Preisverhandlungen, beim Know-how und anderem unsere Kräfte bündeln.

Wie hebt sich Pleion von anderen unabhängigen Vermögensverwaltern ab?
Wir wollen nahe bei unseren Kunden sein, deshalb sind wir schon in Genf, Nyon, Sitten, Bern und Monaco präsent. Wir haben ein starkes Investment-Office mit einem unabhängigen, offenen und rationalen Ansatz zur Entwicklung von Investitionsstrategien. Mit einem 20-köpfigen Team haben wir in den vergangenen zehn Jahren unsere eigene IT-Plattform entwickelt. Zudem bieten wir mehrere Buchungsplattformen an, und wir haben Spezialisten für Recht und Compliance, ebenso wie für Personalbelange.

Wie steht es um Ihre Wachstumspläne ausserhalb Europas?
Dubai könnte strategisch interessant sein, aber das würden wir nur mit einem Partnerunternehmen angehen.
Wir glauben auch, dass Afrika strategisch stark ist – Europäer, Asiaten und Nordamerikaner engagieren sich dort alle.

Sie investieren derzeit Ihren ganzen Gewinn ins Wachstum. Reicht das?
Für den Moment ja. Falls wir noch einen Zahn zulegen wollen, könnten wir in Betracht ziehen, einen strategischen Investor an Bord zu holen, um das Wachstum zu finanzieren. Wir sind in Übernahme-Laune.

Was für Deals kommen in Frage?
Wenn wir unsere Grösse verdoppeln könnten, mit Leuten die unsere Vision und Kultur teilen, und die uns einerseits ergänzen, mit denen sich andererseits Synergien ergeben, dann wäre das natürlich ein Traum. Ich versuche meine Träume immer zu verwirklichen.

Wer sind Ihre Kunden?
Wir haben Vermögensverwaltungskunden, private und institutionelle Kunden – drei Viertel unserer verwalteten Vermögen kommen von Kunden aus der Schweiz und aus Monaco.

Wir haben auch Ultra-High-Net-Worth-Kunden, denen wir eine breite Palette an Family-Office-Services und vor allem die Konsolidierung ihrer Vermögenswerte anbieten.

Wie wollen sie weiter wachsen?
Mit einer Kombination aus organischem Wachstum, Zusammenschlüssen und Übernahmen und einer Art Franchisen-Modell. Man wäre dann Teil einer Gruppe mit einer gemeinsamen Marke und einem starken Investment Office. Solche Geschäftsmodelle bedingen aber ein solides Risikomanagement.

Welches Ziel haben Sie bei Ihren verwalteten Vermögen?
Ich bin zuversichtlich, dass wir es bis Ende Jahr auf 2 Milliarden Franken schaffen – von heute 1,5 Milliarden Franken.

Sie wurden 2017 Verwaltungsratspräsident und CEO von Plurigestion (heute Pleion) – nach einer Zufallsbegegnung mit dem Eigentümer.
Wir teilen dieselben Werte und wir haben unterschiedliche, sich ergänzende Fähigkeiten. Er hatte eine Vision, die richtigen Werkzeuge und vieles mehr, suchte aber jemanden, der das weiterentwickeln konnte.

Patrick Heritier ist ausgebildeter Kampfjet-Pilot und arbeitete für eine Fluggesellschaft, bevor er in die Vermögensverwaltung wechselte. Der 54-jährige Banker arbeitete je zehn Jahre für die UBS und für Julius Bär. Im Jahr 2017 stiess er zur Firma Plurigestion, die im vergangenen Jahr in Pleion umfirmiert wurde. Hauptaktionär des Genfer Vermögensverwalters ist Antoine Darioli. Das Unternehmen hat mehrere Depotbanken in der Schweiz und bewirbt sich derzeit um eine Lizenz unter dem Kollektivanlagengesetz.

 

zu lesen : https://www.finews.ch/news/finanzplatz/36060-patrick-heritier-pleion-plurigestion-antoine-darioli-geneva-bern-zurich-monaco-luxemburg-dubai-afrika-interview

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Der Genfer Vermögensverwalter PLEION macht den ersten Schritt in die Deutschschweiz. Der Chef selber übernimmt am neuen Ort die Verantwortung.

Der vergangenes Jahr von Plurigestion in PLEION umgetaufte Genfer Vermögensverwalter hat in Bern eine Niederlassung eröffnet. Dort würden zunächst zwei Mitarbeiter beschäftigt, teilte PLEION mit. Es sind die Roger von Rotz und Patrick Héritier, PLEION-CEO und -Präsident in Personalunion.

«Wir sind nun in Bern angekommen und damit auch in der Deutschschweiz», sagte Héritier gemäss Mitteilung. Dies sei ein strategisch wichtiger Schritt. PLEION beschäftigt weltweit 160 Angestellte, 60 davon im Asset Management. Héritier hat das Ziel, PLEION bis ins Jahr 2020 zu einem der bedeutendsten Schweizer Vermögensverwalter auszubauen.

 

https://www.finews.ch/news/finanzplatz/34904-pleion-bern-vermoegensverwalter

Der Genfer Vermögensverwalter vergrösserte jüngst den Fussabdruck in der Schweiz. Jetzt eröffnet PLEION auf einem weiteren wichtigen Finanzplatz in Europa ein Büro.

PLEION eröffnete am 11. Januar einen neuen Standort. Das Büro umfasst zehn Mitarbeiter unter der Leitung von Stéphane Desvernay, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass PLEION in Bern ebenfalls ein Büro eröffnet hat, wie finews.ch berichtete. CEO und Präsident Patrick Héritier übernahm dort gleich selbst die Leitung.

 

https://www.finews.ch/news/finanzplatz/34959-pleion-eroeffnung-buero-monaco-stephane-desvernay-patrick-heritier

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